Info
Radierung (lat.: radere = kratzen, wegnehmen, entfernen) bezeichnet ein grafisches Tiefdruckverfahren der künstlerischen Druckgrafik.
Es gibt zwei verschiedene, prinzipielle Arten von Radierung, was die Herstellung der Druckplatte betrifft:
Kaltnadelradierung, bei der die Zeichnung mit der Nadel eingeprägt wird.
Ätzradierung, bei der die Zeichnung eingeätzt wird.
Ätzend
Besonders spannend und anspruchsvoll empfinde ich bei der Radierung den Umstand, daß man quasi »negativ« eine Zeichnung anfertigt, also helle Striche auf dunklem Grund zeichnet, und erst am Ende des Prozesses im Druck sich das »Positiv« zeigt. Und die eventuellen Fehler natürlich auch.
Die hier dargestellten Werke sind übrigens Ätzradierungen im Format 30 x 40 cm (Druckplatte).
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Der Vorteil der Radierung liegt natürlich auch in ihrer Reproduzierbarkeit, aber auch das ist hier mit einem nicht zu unterschätzenden Aufwand verbunden.
Bild oben: Akt einer jungen Frau. Entstanden ist es während des Studiums in dem Fach »Aktzeichnen« (nicht sehr überraschend, nicht wahr?), was bedeutet, daß sehr schnell gearbeitet werden mußte. Denn eine Pose des Modells dauerte nur maximal zehn Minuten. Die Fertigstellung benötigte natürlich länger.
Nein, dieses Bild oben entstand nicht während einer Unterrichtsstunde, das hätte man dem Modell auch nicht zumuten dürfen.
Dieses Bild wiederum war eine Illustration für ein Kapitel aus der Novelle »Dracula« von Bram Stoker. In diesem Kapitel wird der junge Anwalt Jonathan Harper auf dem Schloss des Grafen Dracula fast zu Tode verführt. (Aber nicht mit einem Eispickel. Die kommen erst später in Mode.)
Natürlich müssen nicht immer unbekleidete Frauen zu sehen sein! Hier deshalb eine Zeichnung von meinem Kater Max.
Oder auch mal ein Portrait, eine Auftragsarbeit. Eine Aquatinta mit dem gleichen Motiv finden sie auch hier...





