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Herbst
Ölfarbe auf Leinwand;
40x30cm.
1990 Jan-A. Huber
Refugium
Ölfarbe auf Leinwand;
100x70cm.
1992 Jan-A. Huber
Kitsch ist dargestellte Trivialität
Oder anders ausgedrückt: Im Gegensatz zum Kunstwerk, das Spielraum für Interpretation läßt und diese vielleicht sogar vom Betrachter fordert, ist dies beim Kitsch nicht der Fall. Kitsch ist eindeutig. So jedenfalls lautet eine von vielen Definitionen.
Nicht jedoch ein Mangel an Wahrheit sei das entscheidende Merkmal, wie dies bei schlechter Kunst der Fall sei, sondern vielmehr die Konzentration auf die psychologische Wirkung des Werkes.
Nun denn. Sicherlich trifft dies auch auf »wahre« Kunst zu, sofern auch diese Bestrebt ist, Emotionen zu wecken.
Ob auf die hier dargestellten Werke eine dieser Definitionen zutrifft oder nicht, bleibt dem Betrachter überlassen. Aus der Sicht ihres »Herstellers« läßt sich aber soviel sagen, daß diese zu einem (frühen) Zeitpunkt enstanden sind , als die Freude am Malen und an der Arbeit mit Farbe im Vordergrund standen, ein Zeitpunkt, an dem die Faszination für die alten Meister noch größer war, als jene für die Schöpfer der »modernen« Kunstwerke. Und wenn die optische Erkennbarkeit des Dargestellten sie zum »Kitsch« degradiert: Was soll's?
Ob sie denn »Wahrheit« enthalten mögen, oder nicht, zum Zeitpunkt ihrer Enstehung war es wirklich nicht entscheidend.
Oben sehen Sie ein Herbstbild. Nicht mehr! Einfach nur ein Herbstmotiv, so (ungefähr) gesehen auf einem Spaziergang.
Und dieses Bild ist auch noch »bloß abgemalt«, von einer kleinen Kunstpostkarte. Natürlich zu Übungszwecken.
Demnach ist es für den kritischen Betrachter logischerweise sogar noch doppelt banal, denn hinter dem Motiv steckt noch nicht einmal eine eigene Aussage! (Pfui!) Von »Kunst« kann hier also nicht die Rede sein… (Gemeint ist diese »Kopie«, nicht sein Original!)
Kunstfertigkeit und Übung war hier jedoch das eigentliche Ziel, der eigene Ehrgeiz der Beweggrund. Ob es nun Kitsch ist, oder nicht, soll jedem selbst überlassen bleiben. Es spielt einfach keine Rolle.

